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Die Beziehung – mehr als die Summe der Personen

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Wenn man sich lange Jahre mit Partnerschaften beschäftigt hat – nicht nur mit den eigenen, versteht sich – dann bekommt man ein Bild davon, was Menschen falsch machen können und was sie richtig machen. Ich wundere mich immer wieder, wenn partnersuchende Menschen sagen: Ja, ich hätte gerne einen Menschen an meiner Seite – aber dadurch sollte sich nicht allzu viel verändern.

Das ist der größte Blödsinn, den man sich vorstellen kann – aber dennoch hört man ihn täglich. Denn jeder, der eine intensive Beziehung eingegangen ist, weiß, wie sehr sich das Leben verändert. Neben dem „Ich“ und dem „Du“ existiert plötzlich etwas Neues“, das „Wir“. Dieses neue Gebilde will erst einmal wachsen. Es ist hungrig wie ein Kind und giert nach Erfahrungen. Ledige Freundinnen und Freuden wissen ein Lied davon zu singen: „Sei hat sich total verändert, seit sie Bernd kennt, früher konnte man mit ihr …“, und dann folgt all das, was man früher so an Ingrid (oder wem auch immer) geschätzt hat – die hatte doch nie etwas anbrennen lassen, nicht wahr? Hatte die nicht sogar immer Kondome dabei?

Rein technisch betrachtet ist es so: Wenn ich eine Beziehung eingehe, dann gebe ich etwas von meiner Persönlichkeit an die andere Person ab und sie gibt etwas an mich ab. Dadurch verändere ich mich und sie verändert sich auch, und zugleich entsteht dieses merkwürdige „Wir“, die Summe unserer Gemeinsamkeiten, die den Freuden bald sehr eigenartig vorkommen wird. „Du bist doch früher nie in Symphoniekonzerte gegangen, wieso denn jetzt?“, fragte mich jüngst völlig entsetzt ein Kollege, und ich kann nur sagen: Weil ich es mit „ihr“ genießen gelernt habe, und weil die Musik viel lustiger ist, als viele glauben.

Wir Menschen brauchen eine Heimat – und die finden wir immer weniger in großen Gruppen. Mag sein, dass uns Männer eine Weile verbindet, der erste FC zu lieben – aber das ist eben nicht das Gleiche wie die Heimat, die man sich zu zweit schaffen kann. Doch damit dies gelingt, brauchen wir die Bereitschaft, einen Teil unseres eigenen Lebens gegen ein gemeinsames Leben einzutauschen – wer das nicht will, der sollte gar nicht erst damit anfangen, eine Partnerschaft einzugehen.

Bild © 2005 by anna carol

Zu eurer Freude: Bitte schön …

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft
veröffentlicht am: 10. Februar 2010 (RSS 2.0, trackback
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