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Gleich und Gleich oder Gegensätze?

Der Volksmund weiß manchmal auch nicht, was er will: Kaum hat Großmutter Carla betreffend der Partnerwahl gesagt, dass „Gleich und Gleich“ sich gerne gesellen würden, da wirft Enkelin Lina ein, dass ja auch Gegensätze sich anziehen würden.

paar werden

Interessanterweise diskutiert nicht nur der Volksmund darüber, sondern auch die Psychologie – und auch dort verfügt man über viel weniger „harte Fakten“ als die meisten von uns denken. Fragt man einen Angehörigen der Fakultät, so hört man dies: „Eigentlich“ sei man der Meinung „Gleich und Gleich“ sei vorzuziehen.

Ja, und was ist nun richtig?

Fragt man Leute mit viel „Menschenverstand“ (warum haben den eigentlich immer eher „einfache“ Leute?), so erfährt man dies: „Gleich und Gleich“ bezieht sich demnach auf die sogenannte „Ebenbürtigkeit“, also die Herkunft. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Papi Taxifahrer oder Hochschullehrer ist, sondern wie die Familie lebt –also eher bescheiden und zurückgezogen oder protzig nach außen.

Wichtig ist auch, welches Einkommen man erwartet und was man sich dafür leisten kann und will. Heute kommt eines dazu: Europakarriere oder trautes Heim, Glück allein? Da wäre abzuwägen, ob man sich gemeinsam vorstellen kann, alle zwei bis fünf Jahre umzuziehen – möglicherweise in ein Land, dessen Sprache man noch nie gehört hat.

Also ein Plädoyer für Gleich und Gleich? Auf keinen Fall – nur die sozialen Grundlagen und Basiswertvorstellungen sollten in Richtung „gleich“ gehen – ansonsten heißt das Zauberwort „Ergänzungen“ – also, was ich nicht habe, hast vielleicht du, und zusammen bilden wir daraus eine starke Kraft, die andere Paare nicht haben.

Und die Gegensätze? Die ziehen sich an, wenn man ein erotisches Abenteuer sucht. Der Schwächere will vom Stärkeren in den Strudel des Abenteuers gerissen werden – und das Ganze hat ziemlich viel mit „Ich Tarzan – du Jane“ zu tun – oder jedenfalls mit erotischen Affären und anderen Kurzzeitbeziehungen.

Übrigens: Die meisten Partnervermittler nutzen die Formel „Gleich und Gleich“, wobei man in Europa weitaus bereiter ist, auch „Ergänzungen“ mit zu berücksichtigen als in den USA – dort ist „Gleich und Gleich“ oft eher eine Ideologie als eine Wissenschaft.

Die wichtigsten Modelle der Partnerwahl



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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft, Rund um die Liebe, Sex & Partnerschaft
veröffentlicht am: 5. Mai 2008 (RSS 2.0, trackback
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