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Ich liebe ihn wegen – und trotz …

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Lieben kann man einen Menschen aus verschiedenen Gründen. Zum Beispiel wegen seiner guten Eigenschaften – oder trotz seiner schlechten. Man kann einen Menschen auch wegen seiner schlechten Eigenschaften lieben und sogar trotz seiner Guten.

Habt ihr etwas bemerkt? Ich habe „gut“ und „schlecht“ ganz willkürlich zugewiesen. Der Mensch, den wir beim Blind Date treffen, hat Eigenschaften – einen ganzen bunten Katalog davon. Jede Eigenschaft hat eine Funktion im Leben, das er führt.

Eigenschaften sind zunächst einmal weder gut noch schlecht. Der humorvolle Mann kann Krisen und Konflikte besser meistern – aber was ist, wenn er das Leben verlacht? Wenn er über seine Partnerin lacht? Wenn er sie nicht ernst nimmt, sondern sie auslacht? Die selbstständige Frau ist wichtig für die Aufbauphase der Ehe, und sie stärkt die Familie in guten und schlechten Zeiten. Aber was passiert, wenn sie alle Entscheidungen an sich zieht, und dem Mann, wie auch den Kindern die Luft der Freiheit abschneidet?

Die Eule des einen ist des andren Nachtigall, sagt ein norddeutsches Sprichwort, oder: Was für den einen Geiz, ist für den anderen Sparsamkeit. So gut wie jede Eigenschaft hat zwei Seiten – und wir dürfen uns glücklich schätzen, wenn es nur zwei Seiten sind.

Heute wird bei Blind Dates zu schnell bewertet und viel zu schnell abgewertet. Menschen, die nicht einmal wissen, was gut für sie im Alltag ist, wollen mir mit Sicherheit sagen, welcher Partner gut für sie ist. Psychologen stellen die kühne Behauptung auf, man könne in den ersten Sekundenbruchteilen beurteilen, ob ein Mensch zu einem passt – und kaum jemand widerspricht. Dabei ist die Behauptung ein grandioser Blödsinn: Menschen können aufgrund ihrer Säugetierinstinkte manchmal feststellen, wem man besser aus dem Wege geht – aber nicht, wer in das eigene Leben passt.

Wer wirklich einen Partner sucht, sollte etwas Bescheidenheit mitbringen: Ja, ich suche einen Menschen, und ja, er soll mich mit all meinen Stärken und Schwächen annehmen und er soll mich auch dafür lieben, dass ich nicht perfekt bin. Das wäre eine Auffassung, die zum Ziel führen könnte.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft, Psychologie, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 2. September 2009 (RSS 2.0, trackback
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