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Liebe schenken und GGG

Gut in der Liebe sein, gebefreudig und sich als Gespielin gebärden, wenn es für sie vertretbar ist – so soll sie sein, die Partnerin – aber eben auch der Partner. Jedenfalls hat es Dan Savage einmal in dieser Wiese formuliert. Der Rat eignet sich für jedermann und jederfrau, doch wird er in der LGBT-Gemeinschaft häufiger verwendet als bei Heterosexuellen.

Doch was haben nun die partnersuchenden Heteros davon, wenn sie „GGG“ sind? Vermutlich eine Menge. Voraussetzung ist freilich immer, dass sie es mit ihrem innersten Selbst vereinbaren können.

Wir nehmen ja alle die Liebe, wie sie ist, und fragen zunächst nicht danach, ob sie schön, erfüllend oder gar begeisternd ist. Aber wir ahnen auch, dass „geben“ in der Liebe wichtiger ist als „nehmen“. Wer aus Lust und Liebe freizügig schöne Gefühle verschenkt, kann auch nicht ausgebeutet werden, denn Ausbeutung ist davon abhängig, dass eine Entlohnung erwartet wird. Wer schenkt, will nicht belohnt werden – sondern er fühlt sich wohl dabei, zu schenken und kann bestenfalls darauf hoffen, bei der nächsten Gelegenheit auch wirklich schön beschenkt zu werden.

Doch da wäre die ander Seite – Frauen und Männer mit Buchhalterseelen, die sich Liebe gegeneinander aufrechnen. Da finden wir dann die Damen, die Männer ankeifen, sie hätten „so viele Gefühle investiert“ und dergleichen – und Männer, die jede geschenkte Rose gegen BJs (1) aufrechnen.

Niemand kann aus seiner Haut, und nicht viele von uns wachsen über sich selbst hinaus. Ja sicher, und irgendwann befällt alle „guten Geber“ einmal der Gedanke, zu viel gegeben zu haben. Doch wer gerne Liebe verschenkt, der soll es bitte auch tun dürfen. Frauen sind keine Schlampen, nur weil sie viel Liebe schenken. Ich denke, das sollte einmal geschrieben werden.

(1) BJ – gebräuchliche Abkürzung für Fellatio.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft, Psychologie, Sex & Partnerschaft
veröffentlicht am: 21. Juni 2012 (RSS 2.0, trackback
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