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Managerin – in der Liebe auf verlorenem Posten?

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„Frauen sind heut tüchtig, weil sie müssen, Frauen bauen sozialen Wohnungsbau“ … ja, das sang Hanne Wieder, und lang, lang, ist es her, seit der „Neandertaler“ intoniert wurde.

Frauen in den 1950ern mussten oft deshalb „ihren Mann stehen“, weil es keine Männer gab. Später haben Old Conny (Konrad Adenauer) und seine Männerriege dann irgendwie vergessen, dass es großenteils Frauen waren, die für Männer in die Bresche gesprungen waren – ein trauriges Kapitel westdeutscher Nachkriegsgeschichte. Nun – wie immer das war – heute sitzen Frauen aus eigener Kraft an den Rudern der Macht, und sie haben wieder ein ähnliches Problem: Wie finde ich eigentlich einen Mann?

Einfach haben sie es nicht. Je weiter man nach oben steigt, umso dünner wird die Luft, und Männer haben zwar nichts dagegen, wenn die zukünftige Ehefrau eine gute Managerin ist, aber wenn sie gar einem Unternehmen mit 2000 Beschäftigen vorsteht und man damit rechnen muss, dass sie nicht nur 12 Stunden am Tag an ihrem Schreibtisch hockt, sondern auch noch drei Monate im Jahr im Ausland ist? Das schreckt Männer schon ab.

Dazu kommt, dass diese Frauen recht anspruchsvoll sind: Hinaufheiraten geht gar nicht mehr, ebenbürtig heiraten wird immer schwerer, und herunterheiraten kommt nicht infrage. Also bleibt man unverheiratet, nimmt sich Liebhaber, die man hie und da aufpickt, und lässt es sich dabei gut ergehen – nur eine Lösung ist das auf Dauer eben auch nicht.

Was bleibt den Managerinnen unserer Tage? Nun, eine Gruppe von Dienstleisterinnen, die viele schon für fast ausgestorbene Dinosaurier hielten, reibt sich gegenwärtig die Hände: Wenn gar nichts geht, dann geht immer noch die „handverlesene Ehevermittlung“. Ehevermittlerinnen (es handelt sich fast ausschließlich um Frauen) bestätigen mir in den letzten Wochen, dass ihr Geschäft wieder blüht. Denn anders als manche geschwätzige Datigshow-Teilnehmerin achten echte Partnersuchende darauf, dass möglichst wenig von ihnen an die Öffentlichkeit kommt – und dies ist bei Partnervermittlungen gewährleistet. Dass so eine Vermittlung schon mal im 5.000 – 10.000-Euro-Breich liegen kann, stört die Managerinnen nicht. Sie sind gewohnt, Leistungen zu bewerten und sie haben das Geld, um es für die Partnersuche auszugeben. Warum also eigentlich nicht?

Lesen Sie dazu auch diesen Artikel über Management und Partnersuche.

Foto © 2008 by leedman

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 10. März 2010 (RSS 2.0, trackback
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