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Semantisches Web und Dating

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Das Internet hat eine wundersame Eigenschaft. Man muss vor allem einen Begriff erfinden, der wahnsinnig wissenschaftlich klingt oder total softwarebehaucht: Erinnern wir uns vielleicht noch an den Doppelpass der Spieler „Web 2.0“ und „Social Networking“? Was es genau ist, hat Lieschen Müller bis heute nicht begriffen, und da kann ich nur sagen: Das macht überhaupt nichts. Ich kann heute noch einkaufen und Partner suchen, ohne mich darum in geringste zu kümmern. Wenn also für euch „Web 2.0“ so klingt wie „Erster FC“ und „Soclal Networking“ wie die Webgruppe der SPD, dann seid ihr zwar etwas „webfern“, geltet aber immer noch als gebildet. Man muss eben nicht alles nachplappern, was einem da vorgekaut wird.

Ich schreib das alles nicht, weil ich diese Sachen noch nie gemocht habe, sondern weil schon wieder ein neuer Spieler aufs Feld will. Auch er hat bereits einen Doppelnamen: Die Freaks sagen „Web 3.0“ und für die Bildungsbürger heißt es „das semantische Web“. Wen da bei „Semantik gleich der Gedanke an „Romantik“ kommt oder wer gar an Sinnlichkeit denkt, der liegt nun allerdings schief: Es handelt sich schlicht darum, noch mehr persönliche Daten mit Produkten und Verhaltensweisen zu verknüpfen, um daraus noch mehr Kohle zu machen.

Wer nicht weiß, wie so etwas geht: Aus einer Eigenschaft eines Menschen kann man wenig schließen – er teilt sie mit Milliarden anderer. Hat man aber eine Anzahl von Eigenschaften und dazu ein paar Vorlieben, so kann man „semantische Zusammenhänge“ herstellen. Das ist alles.

Die Jungs von der „Semantikfront“ stellen sich dann noch vor, dass du eine Art Universalprofil hast, das du – sagen wir mal – von Parship zu neu.de schieben kannst. Was das soll, wissen die Prediger von Web 3.0 vermutlich selber nicht, aber den Mund nehmen sie schon ganz schön voll, wie man dieser Tage lesen konnte.

Mein Tipp. Erstellt keine „Universalprofile“ Leute – auch wenn das heute schon gehen sollte – sondern schreibt in ganzen Sätzen, wer ihr seid und was ihr von der Welt wollt: Das schmückt unheimlich beim Dating.

Bild: Nach einem Foto, dessen © 2008 von Meddy Garnet stammt.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft
veröffentlicht am: 16. Juni 2010 (RSS 2.0, trackback
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