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Liebe im Graubereich – die Internet-Annocen

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Ich kenne noch eine Zeit, in der die Anzeigenblättchen einmal in der Woche Hunderte von „Bekanntschaftsanzeigen“ anboten. Unter ihnen waren, gut versteckt, auch immer ein paar Anzeigen aus dem Graubereich der Liebe: Sehr verheißungsvoll aufgemacht boten sich junge Frauen an, gemeinsam „alles Schöne“ zu erleben. Damit man nun mindestens keinen Zweifel hatte, wie man sich das vorzustellen hatte, priesen sie sich als „tolerant“ und „aufgeschlossen“.

Inzwischen hat sich neben den Singlebörsen im Internet auch ein Anzeigenmarkt etabliert, der die Angebote kräftig durcheinander mischt: Neben der seriösen Dame, die ihre Anzeige ein wenig blauäugig ins Internet stellt, findet man in den gleichen Rubriken auch Frauen, die den Graumarkt der Liebe bedienen. Der Trick: Solange sie keine eindeutigen Angebote machen, keine Preise nennen oder sonst wie auffällig sind, merken nicht einmal die Seitenbetreiber, in welche Kategorie sie fallen. Warum schließlich sollte eine Dame heute nicht unkompliziert oder tabulos in der Liebe sein?

Das Fischen im Graubereich hat Methode: Das werden oft Dumme gesucht, die glauben, die schnelle Liebe wäre in Annoncen ohne Geld und ohne Risiko zu haben, doch wo die Option „andere Anzeigen des Inserenten ansehen“ zur Verfügung steht, sehen wir schnell, dass die „Dame“ offenbar sehr „vielseitig“ ist.

Der Hurenlohn wird übrigens seit Jahrzehnten in Anzeigen als „Taschengeld“ („TG“) verschleiert. Neuerdings verlangen manche Frauen „Unterstützung“, andere wollen sich „sponsern“ lassen und manche Besuche sind gar “tributpflichtig“. Entdeckt die Redaktion den Sinn der Worte, so wird wieder in die alte Trickkiste zurückgegriffen: Dann wird einfach ein „großzügiger Herr“ gesucht.

Bild: © 2009 by House of Sims

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Abzocke und Abzocker, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 7. Juni 2009 (RSS 2.0, trackback
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