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Kann Pornografie „ethisch korrekt“ sein?

Die drei „bösen Ps“, Pornografie, Prostitution und Paraphilie sind absolut pfui, sage die einen, und bekommen Schaum vor dem Mund, wenn sie nur diese drei Wörter hören. Die andren sehen die drei Wörter mit “P” gelassener, gelegentlich sogar wohlwollender.

Wie kommt das eigentlich? Und muss man die drei Ps bekämpfen?

Ich beginn heute mal mit der Pornografie, die den feministischen Machtfrauen ein Dorn im Auge ist. Dies hat seinen Ursprung in der Annahme, Pornografie seit frauenverachtend, ja mehr noch, sie sei menschenverachtend und erniedrigend.

Das stimmt einerseits, und daraus bezieht der Turbo-Feminismus seine Argumente. Andererseits stelle ich fest, dass mehr und mehr Frauen sich mit dem Genre befreunden – sowohl auf der Seite der Schöpferinnen von Pornografie wie auch auf der Seite der Leserinnen und Zuschauerinnen. Wer nun sehr genau hinschaut, der wird feststellen, dass diese Pornografie keinesfalls ethischen Grundsätzen genügen muss, sondern lediglich frauen-positiv sein sollte, um Frauen zu gefallen. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Frauen im pornografischen Buch oder Film das Handeln entweder bestimmen oder bewusst an den Partner abgeben – ganz ähnlich wie im Liebesroman.

Wie ist es nun mit den Aktricen? Sofern sich die feministische Kritik an der Pornografie nicht frontal gegen Männer richtet, werden sie von den Feministinnen als Opfer behandelt, die alsbald aus dem Milieu geholt werden müssen – ähnlich wie die Fraktion US-amerikanischer Gotteskriegerinnen, die sie um jeden Preis „zu Jesus“ bringen wollen.

Sagen wir es doch mal deutlich: Die Frauen, die sich in der Pornografie verdingen, werden doppelt stigmatisiert: einmal durch das Bürgertum, das die Morallosigkeit stets woanders sucht, aber nicht bei sich selbst. Und dann durch den Feminismus, der ihnen einredet, etwas zu tun, was den Frauen als Gruppe Schaden zufügt. Wer es sich leisten kann in der Branche, sei sie Autorin, Produzentin oder Darstellerin, pfeift auf die Meinung des Feminismus. Die anderen aber werden von zwei Seiten beschossen: einerseits von den Rettern und andererseits von den Verächtern.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Erotik, Psychologie
veröffentlicht am: 18. März 2014 (RSS 2.0, trackback
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