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Was ist eigentlich los mit dem „Sexting“?

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Sexting ist ein neues Wort – und eigentlich steht es für Sextexte, die manche männlichen Teenager an weibliche schicken. Früher wäre sicher manche 16-Jährige voller Wut zu ihrer Mutter gelaufen, wenn sie solche Texte bekommen hätte – aber heute sind eben andere Zeiten. Da antwortet man als junge Frau doch gleich – und zwar ziemlich scharf, Tatsache ist nämlich, dass heute alle ein bisschen mit Sex herumspielen – ob es dann später zur Sache geht, ist eine ganz andere Frage.

Es geht natürlich noch ein bisschen schärfer – wenn man dem schicken Mann total gefallen will, dann schickt man eben auch mal ein Foto, auf dem man im BH posiert – oder auch mal ohne. Das ist kein Problem, wenn man die Kamera auf Armlänge hält, und beim Drogisten bleibt so etwas heute auch nicht mehr hängen. Manche Jungs zeigen es dann herum – sie sind eben keine Gentlemen, dazu sind sie noch zu jung. Sind die Bilder besonders „scharf“, sind als die Posen „eindeutig pornografisch“, so gehen die Bilder leider auch manchmal ins Internet.

In den USA interessieren sich mittlerweile Medien, Gutmenschenverbände, Kirchen und vor allem Staatsanwälte für Sexting. Letztere versuchen vor allem, die Jugendlichen mit dem Jugendpornografiegesetz bei den Ohren zu packen und ihnen mal so richtig die Hammelbeine lang zu ziehen. Ein Schelm. Wer glaubt, dass sich diese Staatsanwälte an die wirklichen Verbrecher nicht herantrauen, um sich dafür an Teenagern schadlos zu halten. Seither ist Sexting und endgültig in den Medien – und wird dort unter völlig falschen Vorzeichen diskutiert: Die Mädchen sind die Täter und erhalten Warnungen von allen Seiten, während die Jungs, die die Bilder weitergeben, sich ein Lied pfeifen – ihnen kann man nur schwer etwas nachweisen.

Das zeigen von Nacktheit – insbesondere aber das Zeigen nackter Brüste – gelten in den USA als der Gipfel der Morallosigkeit – und diese Moral wird durch Online-Medien inzwischen auch nach Europa importiert. Dabei spielt es noch nicht einmal eine Rolle, wie alt die gezeigte Person ist: Nackte Brüste sind Pfui Teufel und daher jugendgefährdend. Das Problem ist nur: Die Jugend pfeift auf die Moral – und auch die US-Staatsanwälte werden nicht eine halbe Millionen oder mehr Verfahren gegen Teenager einleiten könne. Zudem: Eines Tages wird es auch die Töchter von US-Abgeordneten treffen. Vielleicht sieht der Staat dann ein, dass er Gesetze nicht zum Schutz, sondern zur Disziplinierung der Bürgerinnen und Bürger erlassen hat.

Bild: © CC 2009 by super fantastic

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Erotik
veröffentlicht am: 29. März 2009 (RSS 2.0, trackback
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