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Blind Dates, Schutz und Schutzengel

Einst gab es einen „Anstandswauwau“. Das war mitnichten ein Hund, sondern zumeist eine weibliche Verwandte, die darauf achtete, dass die Verlobten ihre Händchen schön ineinander hielten. Denn wenn sich diese auf Wanderungen begaben, befürchtete man, dass Sitte und Anstand beider Personen Schaden nehmen würde.

Doch wie ist es eigentlich mit dem Schutzschild, den man über ein Date legen kann? Muss er aus hartem Stahl sein oder reicht ein bisschen Vorsicht und der richtige Riecher?

Nun machen wir es einfach: Ein Blind Date sollte an einem neutralen und belebten Ort stattfinden – normalerweise sind weitere Sicherheitsvorkehrungen überflüssig. Erst, wenn man sich von diesem Ort entfernt, beginnt ja der eigentliche Nervenkitzel, und die Wahrscheinlichkeit, dass man sich bei Gefallen noch einen anderen Platz für die Zweisamkeit gönnt, ist groß. Sollte man sich dann irgendwie absichern?

Nein – vorausgesetzt, du wirst nicht in eine entfernte Waldhütte eingeladen. Zwar wird „Covern“ in einer amateurhaften Form sehr empfohlen – aber selbst mir ist kein Fall bekannt, in dem dies etwas genützt hätte. Diese Form von „Schutzengelgebrauch“ setzt da an, wo die überfürsorgliche Mutter ansetzen würde: „Kind, du sagst mir genau, wo du hingehst, wie lange du dort bleiben wirst und wie ich dich erreichen kann..“ Mit Verlaub – das ist kaum die Art, wie Erwachsene mit einem Date umgehen würden.

Im Zweifel ist der „Schutzengel“ übrigens hilflos. Die „letzte Spur“ zu finden, ist zumeist erst am nächsten Morgen möglich – dann nämlich, wenn das Zufallspaar aus dem Bett gekrochen ist und „Sie“ ihr Handy wieder einschaltet. Sehr peinlich, wenn man dann bereit nächstes die Polizei gerufen hat. Fragen wir uns doch bitte, was wahrscheinlicher ist: Eine Liebesnacht oder eine Entführung?

Ein wenig anders ist die Sache bei Sexdates, Erotikdates und insbesondere bei SM-Dates (siehe Bild). Hier gehen beide Partner ein nicht unerhebliches Risiko ein, das teilweise bereits unverantwortlich hoch ist. Ein wenig schützt bei solchen Gelegenheiten das zweite Handy (am Körper getragen, nicht in der Handtasche) oder ein Tracker. Aber ein Schutzengel? Aus der Sicht der Schutzengel sollte klar sein: Sie haben eine reine Alibi-Funktion. Wer damit leben will und kann – meinetwegen.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Flirttipps im Alltag, Psychologie
veröffentlicht am: 24. September 2012 (RSS 2.0, trackback
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