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Die Lust an der Qual – im Foltermobil und anderswo

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Eine Berliner Domina foltert seit heute mobil – jedenfalls behauptet sie das. Möglich wird dies durch einen preiswerten Transporter, der zur Folterkammer ausgebaut wurde.

Dabei stelle ich doch gleich mal die Gretchenfrage (oder passt das Gretchen hier nicht?): Wo lassen sich die Herren eigentlich foltern, schlagen und erniedrigen?

Nun, das Foltermobil ist eine Alternative, doch wenn man die Herren fragt, dann bekommt man die unterschiedlichsten Antworten. Wer unverheiratet ist, lässt sich die Damen oft einfach in die Wohnung kommen. Selbst, wenn es dort aus Gründen der Politesse keine der üblichen Pranger, Andreaskreuze und Prügelbänke gibt, sorgen die Herren meist vor – es gibt für alles eine wohnliche Alternative. Die Gerätschaften, die sonst noch benötigt werden, bringt die Dame zumeist mit – dazu gibt es zum Beispiel spezielle Peitschenkoffer.

Manche Herren – und erstaunlicherweise auch Damen und Paare – haben Ex-Winzerkeller und Ex-Atombunker ausbauen lassen, in denen dann die schwereren Gerätschaften fest installiert wurden. Sie allerdings müssen normalerweise nicht auf Dominas zurückgreifen – da gibt es Möglichkeiten, kleine Partys zu veranstalten, in denen jeder seien Rolle findet.

Für professionelle Dominas ist es oft sehr schwierig und zumal recht teuer, eigene „Dungeons“ einzurichten. Das ist der Grund, warum sich viele von ihnen Studios mieten. Man muss sich vorstellen, dass die Herren nicht wirklich die gleichen Bedürfnisse haben, wie sich das die Boulevardpresse vorstellt: In Wahrheit findet bei Dominas ein ganzes Arsenal von Sonderwünschen seine Erfüllung: wer hier beispielsweise für Feminisation den gleichen Raum nutzen will wie für Klinikerotik oder für harte Folterungen einer unbarmherzigen Kerkermeisterin, der wird kaum um ein geeignetes Ambiente herumkommen, wenn er wirklich Geld damit verdienen will.

Eigentlich ist es so: Je mehr ein Herr zahlt, umso stimmiger muss die Illusion sein, die ihm geboten wird. Dominanz ist zum größte Teil Theater, in dem die Kulissen und Schauspieler stimmen müssen und nur zu einem Teil der süße Lustschmerz.

Foltermobile wie jetzt in Berlin vorgestellt sind also kein Ersatz für ein sinnliches Unterwerfungs-Szenario. Es sind schon eher Discount-Version der sinnlichen Unterwerfung.

Foto: Pressematerial © 2009 by domina-mobil.de, wo ihr auch weitere Informationen findet.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Kurioses & Fun, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 15. Oktober 2009 (RSS 2.0, trackback
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