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Ist alles besser als allein zu feiern?

Dieser Tage sind all die kleinen und großen Menschenfänger wieder unterwegs, die uns sagen: “Hey, Leute, wenn ihr Weihnachten nicht alleine verbringen wollt, dann müsst ihr nur …”

Manchmal kostet es ein paar Zehner („Events“), mal ein paar Hunderter (Sex-Dating-Trickser), und mal (pro Nacht abgerechnet) auch mal zwei Tausender. Wer das Geld übrig hat, ist damit wahrscheinlich noch am besten bedient, um sich „kurzfristig“ eine Engel ins Bett zu holen.

Wer genau hinsieht, stellt natürlich fest: Am 24,12, ist überall „Stille Heilige Nacht“, und da geht nicht einmal F2F-Dating, und am 31.12., dem zweiten Sorgentag der Singles, ist ohnehin überall Party. Was sollen dann diese tollen Events für Singles, die zwischen dem Nikolaustag und dem Thomastag stattfinden? Ich prognostiziere mal: Da wird der schnelle Zugriff eher zum Griff in die Pampe – auch bei größter Toleranz.

Ich habe persönliche Erfahrungen, wenngleich sie schon lange zurückliegen. Einmal war ich zur moralischen Unterstützung einer Moderatorin einer 24-Dezember-Frust-Party unterwegs, einmal bin ich auf eine Christenfrau mit gutem Herzen hereingefallen, die lauter langweilige Gäste hatte, und einmal habe ich an einem Vorgespräch zur Single-Weihnachtsparty mit vielen merkwürdigen Gestalten teilgenommen.

Doch im Nachhinein betrachtet wäre ich alle drei Male lieber zu Hause geblieben: Nichts ist erniedrigender, als sich gemeinsam mit Leuten zu langweilen, die einem ohnehin scheißegal sind. Und ich singe weder freiwillig „Hava Nagila“, noch „Es ist ein Ros‘ entsprungen“, weil ich da immer an Pferde denken muss und anfange zu wiehern.

Später habe ich dann eher Scheherazade von Rimski-Korsakow gehört – das knallt und schön und ist herrlich aufregend, ebenso wie Charles Mingus „Ah Um“. Und um mal ganz ehrlich zu sein. Die trösten mich noch heute, wenn ich mal am Schreibtisch sitze und mir die Decke auf den Kopf fällt, weil ich keine Ideen mehr habe.

Wenn ich jetzt Single wäre und vielleicht ein paar Jahre jünger? Dann würde ich mir jemanden für Bett und Gemüt suchen, der kurzfristig verfügbar ist. Irgendwer trennt sich ja immer mal wieder. Und wenn ich niemanden finden würde, würde ich mich mit der besten Flasche Wein hinsetzen und und Bobby Timmons hören, wahrscheinlich „Dat Dere“ mit voll aufgedrehtem Lautstärkeeinsteller, bis die Nachbarn klopfen.

Es ist besser, allein glücklich zu feiern als mit zwölf Nasen, die einem am Arsch vorbeigehen – das verspreche ich Ihnen in die Hand.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Kurioses & Fun, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 10. Dezember 2014 (RSS 2.0, trackback
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