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Küsse: Mund zu Mund und …?

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Mein Thema heute ist heikel. Sollte ich vielleicht zuerst einen Satz aus meiner Kindheit zitieren? Nun, er heißt „Wat den een sin Uhl is den annern sin Nachtigall“ – das bedeutet so ungefähr, was der eine als köstlich ansieht, ist für den anderen pfui Teufel. So ist da auch mit dem Küssen.

Also: Die ersten Küsse sowie die Küsse von Fremden gibt’s meist nicht auf den Mund, sondern auf die Stirn oder auf die Wangen. Das Küssen von Mund zu Mund gilt als Beweis intimer Verbundenheit und der Zungenkuss als Eintrittspforte zum Beischlaf.

Übrigens hatten die Teenies der 1960er Jahre noch besondere Techniken, das Eindringen vorwitziger Männerzungen in ihre Mundhöhlen zu verhindern, indem ihnen eingeschärft wurde, die Zahnschranke dürfe vom küssenden Mann nicht durchbrochen werden. In der Tat sank manche Jungfrau auf die Federn, wenn die fordernde Zunge einmal die schützenden Zähne überwunden hatte. Ob dies nun durch psychologische oder biologische Prozesse ausgelöst wurde, weiß ich bis heute nicht genau. Klar war aber, dass dies als höchst gefährlich für den Fortbestand der gut gehüteten Jungfräulichkeit galt.

Heute – ach du liebes Lieschen. Gerade wollen kanadische Wissenschaftler herausgefunden haben, dass „der Blowjob der Gutenachtkuss der Jetztzeit“ ist – das ist er natürlich nicht. Allerdings wird heute nicht mehr nur von Mund zu Mund geküsst, denn auch Intimküsse sind sehr beliebt.

Dabei stellt sich allerdings heraus, dass die jungen Männer den Mund-zu-Dingsda-Kontakt eher fürchten als suchen. Das ist eigentlich merkwürdig, weil sie andererseits als ganz normal empfinden, wenn ihre Freundinnen ihnen Blowjobs geben – das ist ja auch eine Art Intimkuss. Was sonst noch heraus- und hineingeküsst werden kann, fällt in die Sphären, die ich hier lieber ausspare – sexuelle Spielereien.

Wobei ich nun so nach und nach zur Kernfrage der Jugend (merkwürdigerweise auch noch der heutigen) komme: „Kann man von Zungenküssen schwanger werden?“ Oder auch: „Kann man von Blowjobs schwanger werden?“ Früher klärte so etwas ja Dr. Sommer, aber heute? Man sieht, das Küssen ist immer noch ein Thema, denn einen Kuss haben wir nun wirklich noch vergessen: den Spermakuss – und der geriet kürzlich in den Verdacht, vielleicht doch noch an Schwangerschaften beteiligt zu sein, wenngleich mein Medizinmann meinte: „Sehr, sehr unwahrscheinlich – trinken die denn zwischendurch nicht mal ne Cola?“ Nun soll bitte niemand sagen, ich hätte geschrieben, Cola würde als Verhütungsmittel brauchbar sein.

Bild: Titel eines sudamerikanischen Erotik-Magazins.



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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Erotik, Kurioses & Fun
veröffentlicht am: 7. Mai 2009 (RSS 2.0, trackback
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