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Zuckerstangen sind doch lecker

Warum stellen sich die Frauen eigentlich so an, wenn es darum geht, die Zuckerstange zu lutschen? Ist doch nichts dabei!“

Na ja, also das höre ich immer wieder von den Kerlen, die in Lianes Bar kommen und dort mal ein „richtiges Männergespräch“ führen wollen. Nun weiß ich ziemlich genau, dass die Zuckerstangen nicht nach Zucker schmecken, sondern leicht säuerlich, sag’ das aber nicht. Die Kerle glauben ja immer, wenn man‘s weiß, ist man schwul oder so. Also sag ich: „Och, da hast du Deinen sicher nicht in Honig getaucht, oder?“ Na ja, man will ja witzig bleiben. Doch der Kerl war penetrant. „Ich meine, die Mädels (1) müssten doch eigentlich froh sein, wenn sie uns damit eine Freude machen können, nicht? Das ist doch das, was Frauen immer wollen.“ Dabei grinste er wissend und selbstzufrieden.

Nun ist Lianes Bar zwar kein Mädchenpensionat, aber irgendwie verdient jede Frau Respekt, oder etwa nicht? Also lass ich meinen Pinotage stehen, geh’ zu Buschbaby rüber und sag laut: „Du, der Herr da drüben will dir mal erzählen, warum Zuckerstangen so gut schmecken.“ Na, der wurde erst ein bisschen verdattert, aber dann hat er geglaubt, dass ihm Buschbaby vielleicht eine Kostprobe gibt. Ein bisschen verlegen war er trotzdem noch, als er erklärte, dass doch nun wirklich nichts dabei wäre, und dass Männer ja so glücklich wären, wenn’s ihnen eine Frau machen würde, und …“

Buschbaby hat mit Interesse gelauscht und keine Mine verzogen. Als der Wortschwall von Mr. Klugscheißer langsam nachließ, sagte sie ganz kühl: „Wie viele haste denn schon gelutscht, dass du so was weißt?“ Und als der Kerl erst mal nach Luft schnappte, sagte sie ganz harmlos: „Du könntest es ja mal bei meinem nächsten Kunden versuchen … dem verbinden wir die Augen und dann bist du mal Schleckmäulchen .. kriegst auch was dafür, sollste nicht umsonst machen.“

Der Herr wurde erst ganz bleich, dann puterrot, dann legte er einen Zwanziger auf den Tresen, sagte „stimmt so“ und schloss hinaus durch den Samtvorhang. Na, bei dem Zwanziger war noch ein Glas Pinotage für mich drin, ein Kuss von Buschbaby und ein Glas Sekt aufs Haus von Liane, so wahr ich Gramse heiße.

(1) Norddeutsch für alles, was weiblich ist.

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von Johann Fürchtegott Gramse (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Erotik, Kurioses & Fun
veröffentlicht am: 27. Februar 2013 (RSS 2.0, trackback
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