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Fleischeslust während der Fastenzeit?

Das menschliche Leben kennt keine Brunftzeiten, und also kennt es auch keine Zeiten der Enthaltsamkeit. Und weil das so ist, ist die Nachfaschingszeit die Vorosterzeit: Lust ist inbegriffen.

Früher gab es eine „Frühjahrskur“, die auch von Nicht-Christen zelebriert wurde, und die der „Entschlackung“ dienen sollte. Doch Körperschlacken sind nicht nachweisbar – und wenn sie schon drin sind, dann lassen sie sich auch durch „Frühjahrskuren“ nicht vertreiben.

Neuerdings schwätzt jeder Klugscheißer von Neurotransmittern, namentlich dem Serotonin, das beim Fasten aufs Heftigste ausgeschüttet werden soll. Der als „Glückshormon“ bezeichnete Stoff wird derzeit in der Literatur strapaziert wie kein anderer – aber er ist eben nur ein Neurotransmitter, und sonst gar nichts.

Ich schlage vor, das Gehirn zu entschlacken, nicht den Körper – und nicht auf die Serotoninproduktion zu achten, sondern auf den Geist. Wenn jetzt überhaupt etwas überarbeitet werden muss, dann die Produkte des Denkapparats.

Ehrlich, Freude (und Freundinnen) – in der Zeit des Internets könnt ihr jeden Tag neben fünf Prozent Wahrheit über Flirts, Dating, Beziehungen und Liebe 95 Prozent Denkschlacke lesen. Wenn die inzwischen in euer Hirn gewandert ist, dann müssen die da wieder raus: der erste FC ebenso wie die Scheinwelt der Stars und Sternchen. Die Wissenschaftsspinner ebenso wie die Flirt-Gurus.

Ja, und das Ziel? Das heißt MIS. „Make it Simple“ – mach’s einfacher. Vielleicht kannst du dein Leben nicht mit “Warum nicht” und “was soll’s” beherrschen, wie ein Kollege von mir mal behauptete. Aber du könntest dir überlegen: Was mach ich gerade? Wie viel Energie kostet mich das? Geht das auch ruhiger, einfacher und direkter?
Und dann wirst du merken, was in einem spanischen Roman steht: „Wenn Manna vom Himmel fällt, dann macht den Mund auf.“ (1)

Und wenn dir unverhofft ein Mensch ins Bett fällt, vielleicht nicht schön, aber sinnlich und möglichst nüchtern? Dann wird nicht gefastet. Bestimmt nicht.

Alicia Steimberg: Amatista.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Psychologie, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 18. Februar 2015 (RSS 2.0, trackback
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