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Gewalt und Liebe – die gefährliche Mischung

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Das Wort „Gewalt“ ist in unserer Sprache vorbelegt mit „Brutalität“, doch bereits ein Blick in die Verfassung zeigt, dass es mit der Gewalt auch noch etwas anders auf sich hat: Schließlich soll „alle Gewalt vom Volke“ ausgehen.

Das bringt den Autor, der täglich über die Liebe schreibt, ganz schön in die Klemme: Denn natürlich setzt sich derjenige, der einen Menschen in den eigenen Körper eindringen lässt, einer fremden Gewalt aus. Man erkennt: Ja, wenn es so einfach wäre mit der Sprache, dann wäre es einfacher, sich korrekt auszudrücken – ist es aber nicht.

Wer die Geschichte der Ehe ernsthaft verfolgt, der erkennt bald, dass schon der Vertrag (Ehe ist ein Vertragsverhältnis) selbst etwas mit der Gewalt zu tun hat: Die Tochter wurde aus der Gewalt des Vaters entlassen und in die Gewalt des Ehemannes übergeben.

Wenn wir heute allerdings von Gewalt und Sex reden, dann meinen wir zumeist, dass ein Mensch gezwungen wird, etwas zu tun, was er ohne Gewaltanwendung nicht oder jedenfalls nicht in dieser Art und Weise tun würde.

Wie äußert sich nun die Gewalt? Ganz unten, dort wo die Getto-Familien wohnen, ganz offensichtlich in brutaler Überrumpelung, Nötigung und Vergewaltigung – alles Dinge, die wir mit Recht verabscheuen. Doch wie ist es eigentlich in den „oberen Etagen“? Dort, wo Menschen mit Psychotricks „gebrochen“ werden, bis sie zu „allem“ bereit sind – ist dies etwa keine Gewalt? Was, wenn der einzige Ausweg aus einer sogenannten 24/7-Beziehung im BDSM-Bereich nur noch die Flucht in ein neues Leben ist, das aus monetärer Armut, sozialer Isolation und psychischer Leere besteht?

Eigentlich könnte man nun noch argumentieren: „Ja, aber zunächst ordneten sich diese Menschen doch in freiem Willen dem anderen unter?“, ein Argument, das man sehr oft hört. Nur konnten diese Menschen nicht ahnen, worauf sie sich nach dem Einstieg eingelassen hatten: Das gilt für Psycho-Sekten ebenso wie für Sex-Sektierer.

Bei meinen kurzen Betrachtungen fehlt natürlich noch eines: Psychobeeinflussung unter Gruppendruck. Hier reicht der Platz nicht aus, um zu beschreiben, wie es funktioniert – aber eines ist sicher: So mancher hat sich in Sexgruppen bereits in Aktivitäten hineinreiten lassen, für die er sich nachher geschämt hat – und das ist nicht unter Getto-Kids passiert, sondern unter „distinguierten“ Erwachsenen.

Gewalt und Liebe bleibt ein schwieriges, heikles Thema – und eure Meinung dazu ist sehr gefragt.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Psychologie, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 6. August 2009 (RSS 2.0, trackback
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