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Verführung – süße Sünde oder nackte Natur?

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Kaum etwas ist sündiger als die Verführung. War es nicht gar der Leibhaftige selbst, der in der Gestalt der listigen Schlange der Eva einflüsterte, den Adam mit dem paradiesischen Äpfelchen zu verführen? Und war es nicht der nämliche Mephisto, der den deutschesten aller Deutschen, den Dr. Faustus, in die Lage versetzte, das arme Gretchen in Schande zu bringen?

Mutter Natur ist da viel pragmatischer. Sie hat Frauen mit natürlichen Verführungskünsten ausgestattet – die kommen sozusagen aus dem Betriebssystem heraus, wenn man es in die IT-Sprache übersetzen würde. Man kann noch ein paar Programme daraufsetzen, ein bisschen Feintuning, sozusagen. Im menschlichen Bereich sagt es eine Frau der anderen, wie man die Flirtsignale durch willentlichen Nachdruck verstärkt oder durch Schminken auf auch die Entfernung wirken lässt.

Verführen ist nötig, sagt Mutter Natur. Keine Verführung = keine Nachkommen. Doch ist es nicht so, dass die Männer immer die Verführer sind? Schließlich verführte schon Herr Wolf das Fräulein Rotkäppchen und der Herr Dr. Faust das Fräulein Gretchen, das bereits erwähnt wurde. Wie kommt dies zustande?

Ganz einfach: Die Kultur hatte Mutter Natur ein paar Jahrhunderte lang ausgetrickst. Mädchen duften einfach nicht verführen, weil der Papa die Hand drauf hielt. Grund hatte er ja: War er biblischer Agrarier, dann konnte es kräftig Kohle für die Tochter verlangen, war er hingegen Bürger im 19. Jahrhundert, so brachte er eine „geschändete“ Tochter am Heiratsmarkt nicht mehr los.

Nun ja – wir wissen ja aus den Geschichtsbüchern, dass es immer Frauen gab, die trotz alledem verführt haben, was das Zeug hielt – man denke nur an die Madame de Pompadour, an die Femmes fatales und an die Hetären, an die Männer ihr Vermögen verschwendeten. Aber dass es alle Frauen tun können, das verdanken wir eigentlich erst der modernen Zeit, in der Frauen selber auf die Suche gehen mussten – und die begann erst vor etwa 90 Jahren.

Also: Verführen ist keine Sünde, weder wenn die Frau den Mann bezirzt, noch, wenn der Mann heftig um die Frau wirbt. Es ist einfach ein Spiel, das Mutter Natur bereits erfunden hatte, bevor die Menschen mit der Feldbestellung begannen. Ach ja, und die Sünde? Die schicken wir am besten in die Wüste, wo sie hingehört – und erfreuen uns an unseren Körpern und der Liebe, die wir einander schenken können.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Rund um die Liebe, Sex & Partnerschaft
veröffentlicht am: 21. November 2009 (RSS 2.0, trackback
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