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Pornos – oder: warum die Welt so schlecht ist

Die Welt ist ganz schrecklich verdorben. Da gibt es doch tatsächlich Leute, die Pornos produzieren. Wenn sie das tun, schädigen sie die ganze Welt, denn was wir im Porno sehen und erfahren, bringt unsere mühsam verinnerlichen Normen und Standards ins Wanken.

Meine nicht ich – wie könnte ich? Ich maße mir nicht an, das Lernen anhand von Medien rückhaltlos beurteilen zu können. Dazu muss man schon Karla Etschenberg heißen. Sie wurde neulich mit diesem Ausspruch von dem Pornografie-Gegner, Buch-Co-Autor und Journalisten Christoph Wöhrle zitiert (DIE ZEIT):

Natürlich lernt unser Gehirn von dem, was wir sehen und erfahren. Und wenn junge Menschen Pornos konsumieren, lernen sie von der Pornografie, verinnerlichen Normen und Standards.

Nun sind wir alle einmal durch die Pubertät gegangen, nicht wahr? Da bleibt bekanntlich kein Stein auf dem anderen, und die „Normen und Standards“ der Kindheit taugen nicht mehr viel. Wir müssen nachlernen, wie man mit Begierden umgeht, und das ist schwierig. Unser Gehirn wird umgebaut, und jeder Versuch, dies zu verhindern, kann mit Katastrophen enden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir dabei Fehler machen. Wer hier mit „Normen und Standards“ argumentiert, bewegt sich auf Glatteis. Wenn ein Mensch im Umbruch ist, wenn er also morgen Situationen bestehen muss, an die er gestern noch gar nicht denken konnte und die ihn emotional aufs Höchste erregen – an welchen Normen orientiert er sich dann?

Moralistenhaben es immer leicht: Sie können ihre ethischen Werte vollmundig hinausblasen. Das Leben hingegen ist schwieriger – hier wandelt man ethisch auf einem schmalen Grad. Und wie war das mit der Pornografie? Mal ehrlich, Freundinnen und Freunde – das ist doch kein Thema, über das man sich wirklich ernstlich Gedanken machen müsste.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Erotik, Psychologie, Sex & Partnerschaft
veröffentlicht am: 15. Juli 2014 (RSS 2.0, trackback
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