Sei ruhig ein Fetischist …
Auf bestimmten Produkten steht ja „du darfst!“ – und Brecht sagte ja im „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“: „vor allem aber achtet scharf, dass man hier alles dürfen darf.”
Nun, mit Mahagonny ging es nicht so gut, wie gedacht, aber was wir bis heute nicht so genau wissen: Was darf man denn nun eigentlich dürfen in der Liebe? Fetischist sein, eventuell sogar, Masochist, Damenwäscheträger oder Stiefellecker?
So, und nun kommst du. Reinen Herzens und mit Feinripp, während deine Freundin weiße Damenunterwäsche im 1950er-Stil trägt, damit bloß nicht der Verdacht aufkommt, einer von euch zweien wäre vielleicht ein Fetischist. Zur Liebe bitte dann vollständig ausziehen, das heißt alle Kleidungsstücke vorher ablegen, und dann an nichts anderes denken als an den Partner als Person.
So geht Liebe nicht? Na, das meine ich aber auch. Ein bisschen frivoler darf deine Freundin dich schon verführen, oder? Und ob du sie am liebsten mit Pelzjacke und Strapsen oder im Korsett oder Negligé siehst, das geht den Rest der Welt einen feuchten Kehricht an. Du darfst. Sie darf. Ihr dürft.
Die meisten „Fetische“ sind zwar welche, wenn man sie nach medizinischen Gesichtspunkten betrachtet. Das heißt aber nicht, dass sie deswegen auch gleich Schaden anrichten. Wenn ihr beide nichts als Freude an der Lust empfindet, dann achtet scharf, dass man bei euch alles dürfen darf – und lasst euch bloß nicht ins Bockshorn jagen von Leuten, die anderer Meinung sind.
Foto &ocpy; 2009 by vance
Kategorie(n): Erotik, Sex & Partnerschaft
veröffentlicht am: 20. März 2010 (RSS 2.0, trackback)



