Das erste Mal – nicht, nicht beim Sex – beim Blind Date
Einmal ist immer das erste Mal – beim Sex wie beim Blind Date. Natürlich gibt es nun Dutzende von Regeln dafür, die alle nicht viel taugen und von wundersamen Briefkastentanten entwickelt wurden, die in ihrem eigenen Leben auf „so etwas“ selbstverständlich pfeifen würden.
Zwei Regeln allerdings sind sinnvoll – und sie sollten mal auf den Tisch des Hauses kommen.
Die erste Regel beim Blind Date: Sei du selbst und nicht die Daterin oder der Dater , die/der hinter einer Maske steckt, die man erst mal durchschauen muss. Die schon erwähnten Briefkastentanten wollen, dass du mit der Maske der Unperson ohne Identität hingehst – keine definierte Arbeitsstelle, gesellschaftliche Position oder Telefonnummer.
Ich sage dir das Gegenteil: Gehe als selbstbewusste Person, die das erzählt, was für den anderen wichtig ist und für sich behält, was er noch nicht wissen muss (das genaue Einkommen und sexuelle Vorlieben sollten beispielsweise tabu sein). Wichtig: dein soziales und berufliches Dasein, dein ungefährer Lebensweg bis dato und die wichtigsten Pläne für die Zukunft sowie ein paar Informationen darüber, warum du gerade jetzt einen Partner suchst.
Das bettest du am besten ein in ein ganz gewöhnliches Gespräch, indem auch mal die neue Straßenbahnlinie, ein wichtiges Tagesereignis oder das Laub auf der Straße vorkommen kann.
Die zweite Regel beim Blind Date: Führe die Kommunikation nach deiner Art, aber rede nicht dauernd. Mindestens zwei Drittel der „gefühlten Zeit“ gehören dem Anderen – und wenn der etwas einsilbig ist, helfen offene Fragen – es klingt vielleicht banal, aber „Was machst du gerne im Urlaub?“ erlaubt viele Aufschlüsse über die andere Person.
Wer ein Gespräch „führt“, lässt den anderen also ausreichend zu Wort kommen, hört aktiv zu und antwortet gesprächsfördernd. Auf die Frage: „Magst du deine Arbeit“ beispielsweise, solltest du nicht mit „Ja“ oder „Nein“ antworten, sondern vielleicht so: „Ich liebe meinen Arbeitsplatz und die Menschen, denen ich dabei begegne – und ich hasse die langen Arbeitszeiten. Wie geht es eigentlich dir dabei?“
Jeder, der soweit gelesen hat, wird die Frage stellen: „Ja, und wenn beide führen wollen?“ Keine Panik – selbstbewusste Menschen respektieren auch den Anderen und lassen ihm das Vergnügen, das Gespräch zu führen – und auch das will ich euch noch sagen: Es kann wunderschön sein, im Gespräch geführt zu werden, solange der andere keine verborgenen Absichten verfolgt.
Das Blind Date und die Liebeslust
Blind Date Urlaub
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Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 24. September 2008 (RSS 2.0, trackback)















