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Das Liebesschicksal – kann man es beeinflussen?

Es ist noch nicht lange her, da verstand man unter Liebe eine schicksalhafte Begegnung, die einen traf wie der Blitz aus heiterem Himmel. Nicht von ungefähr verschießt der Liebesgott Amor (Cupido) Pfeile in die Herzen der Menschen – das ist die gängige romantische Vorstellung über Jahrhunderte hinweg gewesen.

Ob sie auch gestimmt hat? Wenn mich das jemand fragt, beginne ich zu schmunzeln. Die Vorstellung, Amors Pfeil hätte uns getroffen, entstammt der Kitschliteratur. In Wahrheit waren da viele Umstände, die mit Amor gar nichts zu tun hatten: Man ging irgendwo hin, um den Körper eines anderen Menschen näher an sich heranzulassen – zum Beispiel auf Partys. Dabei entstand dann das „tolle Gefühl“, das Mutter Natur eigentlich als Vorstufe für den Geschlechtsakt auserkoren hatte. Irgendwann glaubte man dann, Amors Pfeil habe getroffen, und man sei verliebt. Das reichte zumeist, denn sehr differenziert waren die Gefühle in der Jugend nicht.

Heute ist das anders. Jeder hat sein Schicksal in der Hand, und man heiratet nicht mehr die erste Frau oder den ersten Mann, mit dem man Geschlechtsverkehr hat. Man kennt die Lüste, Schliche und Gefahren der plötzlichen Verliebtheit. Es macht nichts, sich alle paar Monate in einen ONS zu stürzen – man landet dabei nicht im Sumpf und auch die Psyche säuft davon nicht ab. Das Schicksal kann insoweit beeinflusst werden, dass man wenigsten seinen Partner selber aussucht und dazu steht.

Ich rate sehr dazu, den Partner willentlich selber zu suchen, ohne fremde Hilfe. Mich schaudert es, wenn Deutsche behaupten, sie würden auf das Urteil von Freunden hören, wenn sie einen Partner wählen. Wer einen Menschen berät, macht sich zum Gehilfen des Schicksals – freilich zu einem Gehilfen ohne Verbindlichkeit. Das bedeutet keinesfalls, dass man Freunde nicht fragen darf: „Was haltet ihr davon?“, denn auch eine kluge Entscheidung darf hinterfragt werden. Doch wie es sonst im Leben auch ist: Man sollte viele Menschen fragen, aber am Ende eine autonome Entscheidung fällen, die keinem der Ratschläge folgt, sondern dem eigenen Wunsch entspricht. So entgeht man dem lausigen Phantom, das viele von uns „ihr Schicksal“ nennen.

Bild (Fotografische Umsetzung) © 2011 by Muffit Originalpostkarte unbekannten Datums.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft, Rund um die Liebe, Sex & Partnerschaft
veröffentlicht am: 5. September 2011 (RSS 2.0, trackback
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