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Fader Rat in 25 Stellungnahmen zur Partnersuche

Bisher dachte ich immer, nur die PUAs treten immer die gleichen Gebetsmühlen, und deswegen lese ich dort schon lange nicht mehr. Nun aber fiel mir gerade wie Schuppen von den Augen, dass eine neue Gilde entstanden ist, die sich gar nicht mehr PUAs nennt, sondern Dating-Berater. Und das Erstaunlichste daran: Manche dieser Berater sind weiblich (1). Überraschenderweise (oder auch nicht) unterscheidet sich ihr Rat kaum von dem der männlichen Kollegen.

Ich habe mich durch 25 Stellungnahmen zur Partnersuche durchgekämpft und dazu noch ein paar Webseiten durch gepflügt. Am Ende ist leider nur dies übrig geblieben:

1. Gegen sieben Mal der Rat, auf keinen Fall aktiv zu suchen.
2. Ungefähr sechs Mal der Rat, viele Menschen zu treffen.
3. Ebenfalls sechs Mal der unbedingte Rat, sich selbst zu lieben.
4. Vier Mal die Aufforderung, den Wunschpartner zu skizzieren.
5. Ebenfalls vier Mal die Warnung, dem Druck nach Geborgenheit nicht nachzugeben.
Wenn das die ganze Ausbeute gewesen wäre, hätte ich ein weiteres Grab auf meinem Zettelfriedhof ausheben können, dann das funktioniert (zumal in der Kombination) nicht sonderlich gut.

1. Nicht aktiv zu suchen ist logischer Unsinn, auch dann, wenn es psychologisch gut gemeint sein könnte.
2. Viele Menschen zu treffen ist gut – aber nicht jedem gegeben.
3. Sich selbst zu lieben ist ein Satz, der aus den Restbeständen der Psycho-Welle geformt wurde. Die Sache an sich ist gut, sie zu verinnerlichen, dauert aber viel zu lange.
4. Da will man den dritten Schritt vor dem Ersten und Zweiten tun. Das geht fast garantiert schief.
5. Was kann denn da eigentlich schiefgehen? Doch höchstens, dass man unsinnigerweise aneinander kleben bleibt, wenn man ein paar Mal schönen Sex hatte. Gehört zum Lebensrisiko, kann aber verhindert werden.

Wie mir das alles vorkommt? Ein bisschen wie Tante Felizitas Küchenpsychologie. Beeindruckt hat mich allerdings ein gewisser Peter Michalik. Er vertritt die These, „“Gib Deinem zukünftigen Partner eine Chance, dich so zu lieben wie du wirklich bist.“ Das ist, für sich genommen, noch kein weltbewegender Satz. Doch die meisten Berater neigen dazu, das Pferd vom Gesäß her aufzuzäumen. In einem Satz: Partnersuchende sollten danach gucken, wer sie eigentlich will – und nicht zuerst, wen sie wollen.

Erwähnenswert, aber eigentlich nicht aufs Thema zentriert: Michaela Forstik.

(1) PUAs waren und sind so gut wie immer männlich. Da die Begriffe “Dating-Berater” oder “Dating-Coach” freundlicher klingen, benutzen PUAs neuerdings diese Bezeichnungen.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft, Psychologie, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 19. März 2015 (RSS 2.0, trackback
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