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Gebt den Menschen in der Liebe die Privatheit zurück!

Es ist erstaunlich, dass wir uns inzwischen alle damit abgefunden haben, dass nichts mehr privat ist. Freche Journalisten fragen Prominente ganz offenkundig nach ihrer sexuellen Präferenz, und oftmals wird diese sofort missinterpretiert. Um es klar zu sagen: Ein Swinger ist nicht in erster Linie ein Swinger, ein Zehenlecker nicht vorrangig ein Zehenlecker und ein Homosexueller nicht in erster Linie homosexuell.

Besonders aggressiv waren Journalisten in der Vergangenheit, wenn es darum ging, Prominente aus der Reserve zu locken, die Liebesbeziehungen zu beiden Geschlechtern praktizierten oder aktuell praktizieren. Meistens verging nicht einmal ein Tag, bevor die Meldung verfälscht wurde. Dann war die Prominente plötzlich „lesbisch“ oder der Prominente nunmehr „schwul“.

Eine meiner unverbrüchlichen Meinung ist die, dass wir uns alle keine Etiketten aufkleben sollten. Eingeordnet, eingesackt und abgestempelt? Ich erinnere mich noch gut an „Nummer sechs“ („The Prisoner“), ein mehrteiliges Fernsehspiel, das in Wahrheit ein dramatischer Kampf für das Individuum, seine Freiheiten und seine Rechte war.

Heute werden wir nicht nur etikettiert, umetikettiert und eingeordnet, ohne uns wehren zu können – heute haben ganze Gruppen damit begonnen, sich selbst zu etikettieren und diese Etiketten als Lebensentwurf zu verstehen. Sie mögen tun, was sie wollen, aber auch sie werden sich daran gewöhnen müssen, dass Etiketten nur dort taugen, wo etwas von höchster Wichtigkeit ist, das jeder wissen muss.

Eine sehr prominente Frau wurde neulich gefragt, wie es um ihre sexuelle Orientierung stehe, und sie sagte sinngemäß, das sie sich nicht einordnen lasse – schon gar nicht in „Kisten, die Särge ähneln würden“.

Die einen lassen sich feiern, wenn Sie ein Etikett bekommen, die anderen fühlen sich eingesargt. Das können sie halten, wie sie wollen – nur derjenige, der eingesargt wird, hat jedes Recht dieser Erde, sich zu wehren. Und dich wiederhole den entscheidenden Satz hier für alle homosexuellen, heterosexuellen und anders-sexuellen, Brustbewunderer, Schmerzliebhaber oder wen sonst noch:

Es ist nicht wichtig, wen du liebst – es ist wichtig, dass du liebst.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft, Rund um die Liebe, Sex & Partnerschaft
veröffentlicht am: 9. Januar 2014 (RSS 2.0, trackback
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