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Patchwork bekommt vielleicht einen Präsidenten

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Nachdem Horst Köhler das Handtuch geworfen hat, und die aus der Albrecht-Dynastie stammende Vorzeigefrau Ursula von der Leyen nun wahrhaftig nicht Deutschlands nächste Präsidentin wird, ist ein Mann als Spitzenkandidat im Gespräch, der für die Partnersuchenden eine gewisse Vorbildfunktion haben könnte: Denn der Kandidat Christian Wulff hat etwas, was wenige Deutsche haben, sich aber viele wünschen: eine Patchworkfamilie. Früher sagte man dazu etwas abfällig, na ja, da gibt es „deine Kinder, meine Kinder, unserer Kinder“ – und so ist es denn auch. Kandidat Wulff hat aus erster Ehe mit Ehefrau Christiane eine Teenager-Tochter, Annalena , ein zweijähriges gemeinsames Kind mit der zweiten Ehefrau Bettina, die ihrerseits einen Sohn aus einer früheren Beziehung hat.

Ein solches „Patchwork“ beim Präsidenten könnte dafür sorgen, dass auch ähnliche Wünsche in eine Welt eindringen, die auch heute noch skeptisch gegenüber solchen Beziehungen eingestellt ist. Eine Beziehung dieser Art ist inzwischen ja durchaus königlich: Auch der norwegische Kronprinz Haakon hat außer zwei gemeinsamen Kindern (Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus) auch noch ein Kind aus einer früheren Beziehung der ex-bürgerlichen Mette-Marit in der Familie.

Vor allem alleinerziehende Mütter könnten sich freuen über eine Aufwertung ihres Status als Ehekandidatin, denn obwohl sehr viele deutsche Männer behaupten, ein Kind wäre kein Hindernis für sie, eine Frau zu heiraten, tun sie es in der Praxis dann eben doch nicht.

Überhaupt ist Deutschland in der Frage der Alleinerziehenden Frauen hinter dem Mond – der Grund liegt einerseits in der deutschen Gutmenschenauffassung, dass lediglich die Ehe die Gewähr für eine gute Kinderstube wäre, andererseits aber auch in einem Webfehler im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Dort werden „Ehe und Familie“ unter den besonderen Schutz des Staates gestellt – und dies wird dann so ausgelegt, als sei die Ehe hochwertiger als die Familie mit Kindern – egal, aus welchen Personen sie besteht.

Vielleicht haben die Alleinerziehenden ja Glück – und etwas ändert sich zu ihren Gunsten. Zu wünschen wäre es ihnen – sie leiden nun lange genug unter der Vorherrschaft der Ehe.

Bild: Prinzessin Ingrid Alexandra, Kronprinz Haakon, Mette-Marit, Königin Sonjaund König Harald von Norwegen © 2007 by Ernst Vikne

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft
veröffentlicht am: 4. Juni 2010 (RSS 2.0, trackback
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