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Partnersuche: das Ziel nicht aus den Augen verlieren

Spiele, spiele im Sand … die gesamte Freizeit geht mittlerweile damit drauf, irgendwie irgendwas im Internet zu machen. FACEBOOK und ähnliche soziale Netzwerke erweisen sich dabei als verführerische Zeitdiebe, aber auch Flirt- und Datingseiten dienen nicht ausschließlich der Partnersuche, sondern dem Zeitvertreib.

Nichts gegen Spiele – sie entspannen und erregen, und sie lassen uns den Alltag vergessen. Mittlerweile hat sich aber eine Tendenz ein eingeschlichen, die gar nicht mehr schön ist: Wir spielen mit unserem Leben, gerade so, als spielten wir um gar nichts. Mit dem Leben spielen? Ja, das tun wir, jedenfalls sehr viele von uns. Sie fassen beispielsweise Partnersuche nicht also eine soziale Aufgabe und eine biologische Notwendigkeit auf, sondern als irgend so ein beschissenes Ballerspiel. „Kannst du die Maus kriegen? Ey, geil, ey!“ . Wenn nicht, dann lauert man der nächsten Maus auf. Sagte einer „Hey, du jagst ja die mageren Mäuse, es gibt viel fettere Mäusetiere, die haben es richtig drauf“, dann wechseln Tausende von Internet-Besuchern die Jagdgründe. Die fettesten Mäuse, die geilsten Mäuse, die Mäuse, die den Bürzel richtig schwingen können – die Masse folgt den Rattenfängern, die so etwas behaupten.

Ja, werdet ihr sagen, das machen vielleicht doofe Teenies. Nun ja, wandeln wir die Sache doch mal ab: „Ich will Mr. Right, den einzig Richtigen, 90 Matchpunkte, mit Knackarsch. Ein Meter und achtzig Zentimeter lang, allzeit potent und dies ausschließlich für mich. Doktor soll er sein und Kohle haben, und wenn ich ihn hier nicht finde, dann suchen ich dort weiter, und wenn …“ Ja, und wenn, liebe Dame, wenn du jetzt 36 bist, wirst du bald 37, und dann 38 … jedes Jahr ein Jährchen älter. Das, was du jetzt vorhast, hättest du mit 25 tun sollen – das wäre bilogisch, sozial, emotional und überhaupt ganz und gar günstiger gewesen. Übrigens auch viel aussichtsreicher, aber das nur nebenbei.

Als IT-Organisator habe ich gelernt, mit Zielvorgaben zu arbeiten. Ziele werden nicht immer erreicht, wie ein aktueller Flughafenbau zeigt. Aber Ziele immer wieder zu verschieben, sie schwerer erreichbar zu machen und sie von Jahr zu Jahr risikobehafteter werden zu lassen – wie nennen wir denn das? Verantwortungslosigkeit?

Im emotionalen Bereich oder in der Lebensplanung sind Ziele ungleich schwerer zu erreichen als in der Wirtschaft. Doch wer von Furche zu Furche stolpert, ohne seine Ziele ab und an zu überprüfen, der soll mir bitte nicht sagen, dass er ernsthaft einen Partner sucht.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft, Flirttipps im Alltag, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 16. August 2012 (RSS 2.0, trackback
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