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Die nackte Wahrheit: Nacktfotos sind kein Makel

Nicht nur die bigotten und dümmlich-prüden US-Amerikaner haben mit der Nacktheit Probleme. Webmaster können ein Lied davon singen, wie vielen Frauen plötzlich gegen 30 einfällt, dass sie gerne ihre Nackt- und Wäschefotos getilgt hätten. Meistens, aber nicht immer, ist der spät eingeschlagene Berufsweg einer Lehrerin der Grund, gelegentlich aber auch die Partnersuche. Für diese Frauen wäre es schlimm, wenn der Partner sie im Web nackt sähe, bevor er sie in natura nackt sehen könnte.

Am amüsantesten fand ich dann aber, dass eine bekannte Schauspielerin all ihre Aktfotos, ja sogar die Erwähnung, es gäbe diese, aus allen Online-Archiven tilgen lässt – obgleich sich darunter auch relevante Dokumente des Kulturbetriebs befinden.

In der Regel aber sind es aber gemeine, hinterhältige Intrigen, die dazu führen, dass Frauen öffentlich gebrandmarkt werden. Dazu braucht man eine bigotte, menschenverachtende Öffentlichkeit, ein paar Neiderinnen des Erfolgs und – wenn es im großen Stil geschehen soll – einen Journalismus, der sich daran labt, Menschen in den Dreck zu ziehen. Auf diese Weise werden die betreffenden Frauen dann „fertiggemacht“, was manchmal die bittere Konsequenz nach sich zieht, nicht mehr Karriere machen zu können.

Gerade aber ergibt sich ein Wandel. Wenn es stimmt, dass von gegen 60 Prozent der US-amerikansichen Frauen Aktfotos existierten, dann kann es ja wohl nicht ganz so schlimm sein, wenn auch eine Staatsanwältin, Polizistin oder gar „nur“ eine Lehrerin einmal nackt posiert hat.

Wer sich schämen müsste, sind nicht die Frauen, die nackt posiert haben, sondern das Volk, das mit Geifer vor dem Mund in Prüderie macht. Vor allem aber müsste sich alle schämen, die den beteiligen Frauen virtuelle Stricke drehen. Möglicherweise müsste man nicht die Frauen, die nackt posiert haben, an den Pranger stellen – sondern die moralinsauren Gestalten, die sich öffentlich aufplustern.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Aufrufe, Erotik, Kurioses & Fun, Psychologie
veröffentlicht am: 14. Oktober 2013 (RSS 2.0, trackback
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