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Woher kommt eigentlich das Küssen?

Wenn die Wissenschaftler etwas nicht wissen, dann behelfen sie sich mit Hypothesen. So ist es auch beim Küssen. Fest steht nur, dass Menschenaffen eine besonders intensive körperliche Bindung zueinander suchen, und dass Bonobos und Orang-Utans offenbar sogar Zungenküsse miteinander tauschen. Doch bitte: Was ist mit uns selbst? Warum, zum Teufel, küssen wir dauernd? Und wen küssen wir eigentlich? Und wie?

Sagen wir es mal so: Das Wahrscheinlichste an uns Menschen ist immer, dass sich etwas verändert hat, als wir endlich zweibeinig durch die Savanne gestakst sind. Bei den meisten Tieren liegen die Sexualorgane in Augenhöhe – bei uns nicht. Sollten wir uns etwa einen anderen Ort gesucht haben, um festzustellen ob der Partner bereit zur Fortpflanzung ist? Und könnte dies die Bereitschaft sein, in den Mund eindringen zu dürfen? Ist dies der Schlüssel zum Zungenkuss?

Anthropologen sagen uns, das könnte so nicht sein, denn nicht alle Menschen würden sich auf den Mund küssen – und schon gar keine Zungenküsse austauschen.

Ja, da ist guter Rat teuer, nicht wahr? Da hilft auch nicht die Behauptung, dass wir alle das Küssen von unseren Müttern gelernt haben, sozusagen aus Urinstinkt. Erst nuckeln wir an der Brust, dann nucklen wir an den Lippen, weil wir von dort vorgekaute Nahrung erwarten – und schließlich glauben wir, auch die Liebeslust über die Lippen auslösen zu können.

Kuss, Küsse, Küssen – wir küssen ja nicht nur auf den Mund, sondern vor allem auf die Wangen. Merkwürdig nur, dass Finninnen glauben, sie würden sogleich vergewaltigt, wenn man sie zur Begrüßung auf die Wange küssen will, während, während Ungarinnen leidenschaftlich die Wangen hinhalten.

Ich schlage mal vor: In der Liebe einfach küssen, und dabei ein bisschen damit experimentieren, welche Küsse am lustvollsten sind – und bloß nicht dabei nachdenken, sondern sich der Lust hingeben, die aus dem Kuss erwächst. Es gibt keine schönere Art, „ja“ zu sagen, als sich intensiv küssen zu lassen und dabei auch zuzulassen, dass die Hände unter die Kleidung wandern. Nun gut, ich will euch nicht erotisieren, sondern nur dies sagen: Der Kuss ist eine Art Ersatzsprache für viele Dinge, die man sich verbal nicht zu sagen traut – und weil das so ist, sollte ein Kuss eben ein Kuss bleiben und nicht seziert werden.

Bild: Fotomontage: Am Anfang waren die Lippen … © 2011 by Liebesverlag.de

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Kuss, Küssen, Küsse, Psychologie, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 16. April 2011 (RSS 2.0, trackback
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