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Erotik ist für junge Frauen kein Tabu mehr

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Wo ein Bedürfnis schlummert, ist auch ein Markt – nur mancher Markt wird erst spät entdeckt. So glaubten Frauenzeitschriften jahrelang, ihre Leserinnen würden sich ausschließlich für Mode, Diäten, Schönheitspflege und Kochkunst interessieren. Bestenfalls gab es ein paar zaghafte Tipps für die Aufnahme von Beziehungen oder – wenn es ganz intim wurde – welche Stellungen man im Bett schon mal probiert hat – und wie man es dem Mann “schöner machen” konnte.

Das änderte sich als, die Cosmopolitan den Markt eroberte – und seither müssen sich alle Frauenzeitschriften mehr oder weniger anpassen: Sexspielzeuge sind seither nicht mehr tabu, und dem Lustgewinn mit oder ohne Beziehung wird mehr Raum gewidmet als zuvor. Warum die „Cosmo“ eine Vorreiterrolle spielte, dürfte klar sein: Die ersten Frauen, die gute Positionen hatten und durch die Welt jetteten, ließen sich auch in erotischer Hinsicht nicht mehr bevormunden. Oder mit anderen Worten: Mit der Emanzipation stieg auch die Lust, das Sexleben nicht mehr den männlichen Wünschen, sondern den weiblichen Bedürfnissen anzupassen.

Erotik für Frauen – nicht nur für die Eliten

Mittlerweile aber ist es nicht mehr nur die Elite der Frauen, die ihre Sexualität neu überdacht hat – auch sehr viele junge Frauen haben bereits Erfolg – und sie pfeifen aus das, was ihre Mutter, Alice Schwarzer oder der Herr Pfarrer predigt. Lebendig zu sein heißt für sie, Erotik in das Leben einzubauen – und nicht nur das. Während die Frauen ab 30 zumeist wissen, wie sie den Sex am besten genießen können, wollen die 20 – 30-jährigen Frauen noch experimentieren: Da werden Männer jeden Alters erprobt und auch mal ein Paar oder eine Frau – und sie es nicht im richtigen Leben, dann wenigstens in der Fantasie.

Cosmopolitan ist in die Jahre gekommen – und junge Frauen versuchen, nun etwas für ihre eigenen Jahrgänge zu kreieren: Mal ist es die „Alley Cat“, mal das „Jungsheft“ und in Zukunft wohl auch „Secrets“. Alle drei Zeitschriften wenden sich ausschließlich an Frauen und bringen neben den Standardthemen vor allem Sex und Wollust – und manche dazu auch noch Bilder von „leckeren Männern“, die dort ohne Textilien auftreten.

Frauen und Erotik: Keine Scheu mehr vor dem Rotlichtbereich

Überraschend: Die Scheu vor den Rotlichtbereich, eigentlich dem letzten Tabu der Frauenzeitschriften, ist nahezu völlig gewichen. Die jüngeren Leserinnen wollen wissen, wodurch Eskortfrauen und Senderinnen aka Telefonmiezen punkten – denn das kann man auch ins eigene Sexrepertoire einbauen.

Im Moment ist die „Alley Cat“ sicher die anspruchsvollste erotische Frauenzeitschrift – Konkurrentin Secrets mit sehr ähnlichen Themen ist noch zu jung – sie zielt aber auf den gleichen Leserinnenkreis. Das „Jungsheft“ ist ein wenig anders gestaltet und will gar nicht erst erotisch sein: Knallhart heißt es dort: “Porno für Mädchen“, obgleich man dies schnell wieder abgeschwächt: Man müsse sich wegen des Inhalts so nennen, heißt es.

Inhalt: nach einer Idee von fiona und liebepur.

Foto © CC 2006 by violet carson

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Erotik, Sex & Partnerschaft
veröffentlicht am: 7. März 2009 (RSS 2.0, trackback
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