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Ist Liebe die Schwester des Irrsinns?

Hilflos verwirrt, in Tagträumen schwebend, kaum ansprechbar, vor allem nicht mit Vernunft und Realitätsferne – das sind typische Anzeichen für geistige Verwirrung. Was ist passiert? Ein plötzlicher, körperlicher Defekt im jugendlichen Gehirn? Eine psychische Katastrophe unbekannter Ursache? Extremer Gebrauch von Drogen?

Nichts dergleichen. Zwar handelt es sich um eine Droge, aber sie wird vom Körper selber produziert, weil Mutter Natur das so und nicht anders geplant hat. Die Droge selbst tut hier nichts zur Sache, sondern ihre Auswirkung: Verliebtheit.

Diese Gehirnforscher sind schon gemein: Sie konfrontieren uns mit unserer biochemischen Fabrik, die alles tut, um unser Denken für eine Weile zu hemmen. Mutter Natur ist dabei erbarmungslos, an keine Moral gebunden und brutal in ihrer Mitteln. Ihr Ziel ist nicht unser Wohlergehen, sondern unsere Verblendung: Fortpflanzung heißt ihr Ziel – und wir können es bestenfalls hier und jetzt verhindern, aber nicht ganz und gar vermeiden.

Liebe ist also eine Schwester des Irrsinns oder ein Opfer der körpereigenen Drogenmafia, die uns in die Knie zwingt. Doch die Natur hat auch dafür gesorgt, dass ihre Drogen selten auf Dauer schaden anrichten (und deshalb auch nicht lange nutzen) – aber selten ist eben nicht immer. Aus der Praxis der Arbeit mit Suchtgefährdeten kann man entnehmen, dass nicht jeder Mensch anfällig für jede Droge ist, vor allem aber, dass nicht jede Droge bei jedem Menschen die Symptome einer Sucht auslöst. Die meisten von uns haben Glück, nicht dauerabhängig von den süßen Drogen der Natur zu sein – wir „kriegen uns wieder in den Griff“ – der eine früher, der andere später. Einige aber werden immer der Liebe, dem Sex oder wie ihr es auch nennen wollt, verfallen – und diejenigen benötigen Rat und Hilfe.

Wir Übrigen dürfen uns verlieben, und sogar völlig irrsinnig versacken in den Abgründen der Wollust – solange wir dort wieder herauskrabbeln können. Klar ist das manchmal schmerzhaft, aber da gilt : No Pain, no Gain. (Übersetzt es mal nicht mit „Ohne Schweiß kein Preis“, sondern wörtlich: „Ohne Schmerz kein (Liebes-)Gewinn“.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Beziehung & Partnerschaft, Erotik, Sex & Partnerschaft
veröffentlicht am: 27. April 2012 (RSS 2.0, trackback
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