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Haben klassische Musik und Dating etwas Gemeinsames?

Heute hört man ja alles: Rock, Pop, Weltmusik – und ab und an eben auch Klassik. Für die meisten Menschen ist „Klassik“ irgendetwas mit bombastischen Orchestern, mit Männern in schwarzen Fräcken und Frauen in langen schwarzen Kleidern. Vorne sitzen die Frauen und Männer, die immer das Kinn so schief halten und hinten sitzen die Männer, die es ordentlich krachen lassen. Damit alles richtig zusammenläuft, steht vorne der Orchesterdompteur, den man hier „Dirigent“ nennt.

So, und nun kommt der Punkt. Wo’s interessant wird. Was ist, wenn neben dem Dirigenten ein Vogelkäfig steht mit gefiederten Orchesterkollegen, die gar nicht daran denken, auf ihre Einsätze zu warten? Seht ihr, so ähnlich, geht es vielen Menschen beim Dating: Solange alles nach Plan A läuft, sind sie zufrieden, wenn aber jemand ganz anders daherkommt, sollte man nicht gleich flüchten, sondern sich interessiert anhören, was der andere zu sagen hat.

Ich meine das sehr ernst. Wenn ihr in ein Vorstellungsgespräch für einen Job geht, und bei euch alles etepetete ist und ihr geschniegelt und dezent geschminkt (falls Frau) seid, und ihr brav den angebotenen Stuhl im grellen Licht annehmt und betont zurückhaltend antwortet – dann kann dies alles für euch sprechen oder gegen euch. Gegen euch spräche dann zum Beispiel, dass ihr offenbar den Job dringend braucht und euch daher völlig überangepasst verhaltet. Seht ihr, so ähnlich ist es bei der Partnersuche auch. Die Partnersuchenden wollen keine übermäßig angepassten Menschendarsteller, die beinahe devot vor ihnen zu Kreuze kriechen – und sollte dies jemand trotzdem wollen, empfehle ich, das Gespräch kühl und höflich nach einer halben Stunde zu beenden.

Fröhliche Menschlichkeit beim Date punktet stärker als defensive Kontrolle. Sicher darf man vom anderen Höflichkeit und eine gewisse Zurückhaltung erwartet – er soll einem ja Respekt zollen. Aber niemand sagt, dass eine Begegnung nicht fröhlich, frech und offen sein darf – schließlich erwarten wir ja auch vom späteren Partner, dass er nicht dauernd verdruckt dasitzt und jeden Satz drei Mal überlegt, bevor er ihn rauslässt.
Musiker (auch „Klassische“) freuen sich immer, wenn das Publikum „mitgeht“. Umso mehr freuen sich „Blind Dater“, wenn der Partner sich auf einen fröhlichen Dialog einlässt.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Flirttipps im Alltag, Flirttraining, Psychologie
veröffentlicht am: 16. Januar 2012 (RSS 2.0, trackback
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