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Nachtgedanken zur Frauenliebe

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Sie ist ganz nah bei mir, nackt weich, duftig … ich halte ihren zarten, glatten Leib … ich empfinde nichts, gar nichts für sie. Eine Art von lässigem, physischen Wohlbehagen.“

Das schrieb Hans von Kahlenberg in seinem Buch „Nixchen“ – und nun wird es gleich paradox, denn dieser Hans von Kahlenberg war eine Dame, eine Jugendstilschriftstellerin und hieß eigentlich Helene Keßler.

Ich schreibe euch das hier, um euch einmal zu zeigen, dass die Liebe von Männern und Frauen manchmal ganz unterschiedlich empfunden wird. Der Mann sieht in der Frau vor allem seine sinnliche Erfüllung: er fühlt ein Wohlbehagen, genießt den schönen, weichen Körper, aber er liebt sie nicht. Nun, und sie? Sie genießt es, von ihm begehrt zu werden, sucht das frivole, animalische an der Beziehung – aber sie liebt ihn ebenso wenig.

Verlassen wir doch einmal die Märchen, in denen Frauen intensiv aus ihrer Seele heraus lieben, während Männer angeblich nur ihre körperliche Lust befriedigen wollen. Frauen, die sich gerne verlieben, verlieben sich deshalb, weil sie ein „inneres Modell“ haben, das genau danach verlangt. Ihnen ist im Grund gleich, ob der Mann sie überhaupt lieben kann. Sie sehen in diesem Mann das Objekt, das jetzt den Liebhaber gibt, und es füllt die einzige Lücke in dem Modell, die sie nicht selber füllen können.

Frauen lieben den Zustand, verliebt zu sein. Sie schwelgen oft in einem Zustand der Verliebtheit, der in Wahrheit so gut wie ausschließlich in ihnen selbst abläuft. Kaum ein Mann weiß wirklich, welche Rolle er in diesem Prozess spielt, und Männer haben recht damit, dies auch gar nicht wissen zu wollen. Niemand will wirklich ein Spielball innerhalb des inneren Gefühlsgeflechts eines anderen Menschen sein.

Fragt uns eine Frau: „Liebst du mich wirklich?“ , so sagen wir „Ja, mehr als alles in der Welt“. Vielleicht lügen wir es, vielleicht auch nicht, aber das ist völlig unerheblich. Es muss in ihr Gedankengeflecht passen, das ist es gut.

Gefällt euch, mal etwas ganz anderes im FlirtXpert zu lesen? Sagt uns einfach, wie ihr darüber denkt.

Zitat aus: Nixchen (Hans von Kalenberg)

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Psychologie, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 19. April 2010 (RSS 2.0, trackback
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