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Wer schläft dann da mit „Ladyboys“?

Was eigentlich geheim bleiben sollte, ist über Nacht öffentlich geworden: Etliche Mitglieder der Münchner Schickeria sollen mit einem hübschen jungen Mann in Frauenkleidern geb … nun ja, geschlafen haben. Das wäre nicht weiter aufgefallen, wenn es sich um homosexuelle Männer gehandelt hätte – aber mit „streng verheirateten“ Hetero-Männern?

Das Thema heizt zwei Diskussionen an: Die eine geht darum, wie „so etwas“ passieren kann – und die überlassen wir mal der Münchner Boulevardpresse und den angeblich „seriösen“ Pressorganen vor Ort.

Dann wäre da aber noch ein anderer Aspekt: Wie bi-neugierig darf eigentlich ein Mann sein? Denn während die weibliche Großstadt-Schickeria allüberall keinen Anstoß daran nimmt, wenn eine Ehefrau und Mutter sich ab und an auch mal eine jugendliche Geliebte angelt, wird dem Großstadt-Mann seine „Ladyboy-Begegnung“ nicht verziehen.

Wie muss man denn so etwas einordnen? Kann man überhaupt noch einem Mann in die Augen sehen, der seien Lust von einem Ladyboy befriedigen lässt?

Ruhig Blut! Eine Frau, die mit einer anderen Frau ab und an eine lustvolle Nacht verbringt, ist weder bi noch lesbisch – sie hat einfach Lust auf eine andere Frau. Und ein Mann? Die Ladyboys sind immerhin Männer, die aussehen wie Frauen. Sie haben aber zugleich einen speziellen Nerv dafür, wie man Männern Lust bereitet. Wenn der Kontakt nicht zur Regel wird, ist er also nicht anders zu betrachten wie ein anderer Seitensprung auch. Jedenfalls für uns, die nicht direkt davon betroffen sind.

Also: runter von den Emotionen und Sensationen – zurück zu den Fakten. Seitensprünge sind immer schlecht für Beziehungen – egal mit wem. Aber wenn wir Frauen verziehen, die mit ihresgleichen die Lust teilen, warum müssen wir dann Männer verurteilen, die das Gleiche tun? Weil sie heterosexuell sind? Das wäre doch zu albern, oder etwa nicht?

Hinweis: das Foto ist historisch und hat keinen Bezug zur gegenwärtigen Münchner Diskussion.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Erotik, Psychologie, Rund um die Liebe
veröffentlicht am: 13. September 2013 (RSS 2.0, trackback
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