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Der Welt ältester Pornoshop schließt

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Der angeblich älteste Pornoshop dieser Welt wird demnächst schließen, und es ist weder die Zensur noch die Gewerbeaufsicht, die daran die Schuld trägt, sondern es sind die Fahrradwege. Vor 45 Jahren gründete der Vater des jetzigen Inhabers das Geschäft – und eigentlich könnte auch heute noch profitabel sein, trotz der Internet-Konkurrenz. Inhaber Jasper Strauss klagt auch nicht über das Web, sondern eher über zu hohe Mieten, die Rezession und vor allem über Fahrradwege. Seit es sie gibt, so meinte er gegenüber einer dänischen Zeitung, könne man nicht mehr vor seiner Tür parken.

Natürlich ist der Run auf Pornoshops lange vorbei. Der Vorteil gegenüber dem Internet ist aber auch heute noch klar: Cash über den Ladentisch und keine Spuren hinterlassen, ist das Motto. Deswegen gibt es sie noch, die Pornoshops. Die Edelbranche hat sich inzwischen ganz auf vornehme Läden zurückgezogen, in denen hauptsächlich mit sinnlicher Wäsche, Sexspielzeug und BDSM-Gerätschaften gehandelt wird. Diese neuen Erotik-Fachgeschäfte sind mittlerweile voll mit Paaren, die beim Anblick der schönen Dinge oft ein Leuchten in den Augen bekommen. Andere Geschäfte haben sich ganz auf den Bedarf der dominanten Szene spezialisiert, und gelegentlich kann man in Kopenhagen durchaus einmal eine Domina durch die Stadt radeln sehen, um noch etwas einzukaufen – sei es Käse oder eine neue Maske für einen Herrn, der besondere Wünsche angemeldet hat.

Übrigens, falls ihr wirklich mal in Kopenhagen sein solltet: Im ehemaligen Rotlicht-Distrikt findet ihr heute zahlreiche Emigrantenlokale, die ganz vorzügliche Speisen aus Indien, Pakistan oder anderen Ländern anbieten. Manchmal fragen Touristinnen ja wirklich: „Kann denn eine Dame dort hingehen?“ – nun, ich kann euch versichern, dass eine wirkliche Dame überall hingehen kann – und in das ehemalige Straßenstrichviertel entlang der Istegade sowieso.

Übrigens: Geht mal zusammen mit eurem Partner in einen wirklich schnuckeligen Erotikshop in euerer Stadt und sehr euch ohne Scheu um – es ist viel besser, die wundervollen Dinge (und auch die nichts so schönen) mal in natura zu sehen als im Katalog.

Bild: Pakistanisches Restaurant Shezan in der Istegade, Kopenhagen, Dänemark – das Grünlicht gehört zum Restaurant Shezan, das Rotlicht zu einem Club.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Erotik, Sex & Partnerschaft
veröffentlicht am: 9. März 2010 (RSS 2.0, trackback
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