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Wem ist anal eigentlich egal?

Anale Phasen sollen wir ja alle durchgemacht haben, wenn man der Psychoanalyse Glauben schenken will. Doch während „gewöhnliche“ Frauen und Männer vor 50 Jahren noch auf den nächstbesten Baum geklettert sind, wenn von Analverkehr“ die Rede war, ist diese Art des sexuellen Umgangs mittlerweile relativ populär.

In einer breit angelegten Studie, die an heterosexuellen Paaren unter 45 durchgeführt wurde, wurde festgestellt, dass 44 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen wenigsten einmal im Leben Analverkehr hatten.

Gefragt wurde bei den Frauen (naturgemäß) ausschließlich nach passivem Analverkehr. Bei den Männern fragte man hingegen ausschließlich nach aktivem Analverkehr.

Nun ist eine Diskussion darüber entbrannt, was diese Zahlen bedeuten. Ist es die ausufernde Pornografie, die den Analverkehr stark hervorhebt? Oder ist es einfach der Wunsch, Neues zu erleben? Und wenn es so ist, bedrängen dann Männer ihre Frauen, den Analverkehr mit ihnen auszuüben? Man diskutiert sogar darüber, ob den Analverkehr für Frauen überhaupt erstrebenswert ist und ob Frauen eine wirkliche Lust dabei hätten. Sieht man die Sache sehr konservativ und ausschließlich anatomisch, dürften Frauen im Grunde weder ein Interesse noch ein Vergnügen am Analverkehr haben – ja, Behauptungen gehen sogar dahin, dass der Analverkehr mit Frauen ein Akt der Unterdrückung sei.

Nicht in er Studie enthalten ist ein Aspekt, der häufiger in Foren auftaucht: Passiver Analverkehr kann für Männer ein erotisches Vergnügen sein, weil dabei die Prostata extrem gereizt werden kann. Um diesen Effekt zu erreichen, bedarf es allerdings keines gleichgeschlechtlichen Partners: Er kann auch unter Verwendung von Hilfsmitteln erreicht werden. Nach Insider-Berichten der Branche, die solche Hilfsmittel vertreibt, ist die Anzahl der verkauften Produkte, die solche Prostata-Reizungen ermöglichen, in den letzten Jahren enorm gestiegen. Von Homosexualität kann dabei nicht die Rede sein: Die Mittel werden von Frauen an Männern angewendet. Es mag durchaus sein, dass Männer an passivem Analverkehr wesentlich interessierter wären, wenn diesem nicht das Tabu der Homosexualität anhaften würde.

Bericht: Huffington Post, Datenquelle: Studie.

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von Gebhard Roese (alle Beiträge ansehen)
Kategorie(n): Psychologie, Sex & Partnerschaft, Singlestudien / Datingstudien
veröffentlicht am: 10. Januar 2012 (RSS 2.0, trackback
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