Sex und Karriere – Freunde oder Feinde?
Ob Liebe oder Sex – die beiden Schwestern werden immer wieder als Karriere- und Leistungsfeinde bezeichnet. Sportlern wird geraten, mindestens am Abend vor wichtigen Spitzenereignissen keinen Sex zu haben, Wirtschaftsunternehmen erlauben keine Liebschaften zwischen ihren Angestellten, und selbst ehrenwerte Paare mit Heiratswunsch werden in vielen Firmen gebeten, einer möge doch bitte seinen Job kündigen.
Seit Menschen spät heiraten, ist das Thema Liebe contra Karriere ebenso brisant wie das Thema „Sex contra Karriere“. Während die Firmenchefs nämlich früher davon ausgehen konnten, dass die Männer in Leitungsfunktionen allesamt bereits verheiratet waren, müssen Sie heute damit rechnen, dass sich ihr inzwischen weibliches und männliches Führungspersonal möglicherweise gerade auf Partnerschau befindet. Das kann durchaus turbulent werden, denn auch die oder der seriöseste Vorgesetzte hat mal eine kleine, schmutzige Sexaffäre – so etwas bleibt bei der Partnersuche gar nicht aus. Man kann also feststellen: Liebe und Sex reichen heute durchaus in die Büros, Warenhäuser und Behörden hinein – ob es nun erwünscht ist oder nicht.
Auch das „Hochschlafen“, der Dauerbrenner in geschwätzigen Raucher- und Kantinenkreisen, hat eine ganz andere Dimension erreicht: Wo es Singles gibt, da gib es auch Sexaffären und klammheimliche Beziehungen – und solche Konstellationen werden eben auch für Karrieresprünge genutzt. Das hat eigentlich mit dem traditionellen „Hochschlafen“ schon nichts mehr zu tun, weil der Karrieresprung nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit einer möglichen späteren Bevorzugung bei Beförderungen steht – der Chef beförderte einfach die Person, die er näher kannte.
Was ergibt sich daraus? Nun, vor allem eines: Alle Liebschaften, die in Firmen und ähnlicher Einrichtungen aufkeimen, sollten auf möglichst unauffällige Weise begonnen, gelebt und auch beendet werden. Knutschen in der Kantine und Sex in der Poststelle sind karrierefeindlich, aber ansonsten muss man abwägen, ob man das private Glück, die Karriere oder beides wählen will. Der richtige „Zugriff“ kann zum Traualtar oder zum Karrieresprung führen, der falsche zur Abstempelung als Firmenschlampe oder gar zur Entlassung. Wer auf dem Gebiet von Liebe und Karriere Roulette spielt, muss eben auch verlieren können.
Bild: © 2009 by Jane0505
Kategorie(n): Rund um die Liebe, Sex & Partnerschaft
veröffentlicht am: 12. Januar 2010 (RSS 2.0, trackback)



